Samstag, 20. Juni 2009

Ein paar Tage Hostelerholung.

Nachdem Nick, Daniel und ich ein paar schöne Tage in Sucre verbracht hatten, verabschiedete sich Daniel von uns, da er es ein bisschen eiliger hatte als wir. Dafür lernten wir Miriam kennen, die unsere neue Zimmermitbewohnerin wurde. Am Dienstag war ich diejenige, die sich verabschiedete. Nick wollte seinen Geburtstag in Sucre feiern und Miriam wollte sogar noch einige Wochen in Sucre bleiben. Ich fuhr mit dem Nachtbus nach La Paz und kam am Morgen an. Nachdem ich einen Taxifahrer gefunden hatte, der die Adresse auf meinem Notizzettel kannte, wurde ich zu Anja, der Frau meines Exschülers Gonzalo, in die "Zona Sur" - dem teuersten Stadtviertel La Paz' - gefahren. Marga, das Hausmädchen, und Adriano, der 9-jährige Sohn Gonzalos, begrüßten mich herzlich und zeigten mir gleich das Haus. Ich bekam Frühstück gemacht, durfte sofort heiß duschen und fühlte mich rund um wohl. :) Ich verbrachte ein paar schöne Tage mit Anja, Adriano und Jarek, dem 3-jährigen Sohn Gonzalos. Wir spielten zusammen (dank Jarek weiß ich jetzt auch endlich, wie man "Autos" spielt), aßen zusammen (es gab deutsches Brot!!!) und redeten jeden Abend lange, bevor wir müde ins Bett gingen. Tagsüber traf ich mich mit Nick in der Stadt und erkundete das Zentrum. Wir schlenderten über den Hexenmarkt, bestaunten den schneebedeckten Illimani und buchten eine Fahrradtour für Sonntag auf der gefährlichsten Straße der Welt. Mittlerweile ist das wahrscheinlich nicht mehr ganz richtig, denn dank einer neu gebauten Umgehungsstraße gibt es keinen Verkehr mehr auf der Strecke - man fährt lediglich 80 Kilometer und überwindet dabei 3000 Höhenmeter. Ich bin gespannt auf morgen und gehe jetzt mal lieber schlafen, damit ich fit für den Höllenritt bin. ;)

Sonst noch was?
- Mein Rucksack wiegt 25 kg und ich musste bei meiner letzten Busreise tatsächlich 5 Bolivianos wegen Übergepäck zahlen!
- Wir haben Daniel in La Paz wieder getroffen. Er muss jetzt hier bleiben und jeden Tag zum Arzt gehen, weil er auf der Radtour, die Nick und ich morgen machen, gestürzt ist. Aber das war bei dem trotteligen Daniel auch nicht anders zu erwarten...
- Ich musste heute schweren Herzens bei Anja ausziehen, weil sie Besuch von ihrer Mama bekommt. Darum wohne ich in einem Partyhostel in La Paz und hoffe, dass es heute Nacht nicht ganz so laut wird...

Ach ja. Und natürlich Fotos:

Fotonachtrag: in der Mine (Potosi).

Netter Brauch in Bolivien: das Geburtstagskind muss in die Torte beißen und dabei wird diese sanft angehoben. :)

Blick auf den Illimani und La Paz.

La Paz.

Ein alter Bekannter im Museum der modernen Kunst in La Paz.

Die tollste Gastfamilie Südamerikas.

4 Kommentare:

  1. "Er muss jetzt hier bleiben und jeden Tag zum Arzt gehen, weil er auf der Radtour, die wir morgen machen, gestürzt ist".

    Hmhm, heute war gestern noch morgen? Oder läuft die Zeit auf der Südhabkugel andersrum? ;)

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  2. So. Zum besseren Verständnis wurde "wir" in "Nick und ich" umgewandelt. Daniel hatte sich doch von uns verabschiedet und sein eigenes Ding gemacht... :)
    Im Übrigen: ICH HABS UNVERLETZT ÜBERSTANDEN! (Ich werde zwar morgen weder sitzen, noch meine Arme bewegen können, aber dafür hat es sich wirklich gelohnt!)

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  3. Ah jetzt hab ich's kapiert, merci. Und ja, GUT SO SOLLS BLEIBEN! Franzbranntwein hilft bei Muskelkater...

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  4. 80 km und 3000 Höhenmeter....wow, das wär für mich echt Horror, aber hauptsache dir hat's gefallen ;)
    Wie ist es denn nun im Partyhostel? Und wie gehts denn bei dir weiter?

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