Ich habe in ganz Uganda noch keinen einzigen Kinderwagen gesehen. Und warum nicht? Weil man Kinderwagen einfach nicht braucht. Wie viel leichter wäre der Alltag, wenn man sich nicht ständig an Müttern, die mit ihren Kinderwagen Regale in Supermärkten versperren, vorbeidrängeln müsste? Noch dazu kommt die andere Geräuschkulisse: afrikanische Kinder schreien nicht. Vielleicht liegt es am Klima, vielleicht aber auch daran, dass sie sich in einem Tuch auf den Rücken ihrer Mütter viel wohler und sicherer fühlen? Wer weiß. Ich für meinen Teil werde meine zukünftigen Kinder jedenfalls nicht in einem Wagen vor mir herschieben und jedes Mal auf Hilfe angewiesen sein müssen, wenn ich in einen Bus einsteigen will…
Samstag, 13. Dezember 2008
Afrikanische Kinderhandhabung.
Norduganda, Weihnachtsstress und Abschiedsstimmung.
Meinem Reiseführer ist zu entnehmen, und das in fett gedruckt, dass auf Grund der schlechten Sicherheitslage dringend von Reisen in den Norden abgeraten wird. Ich habe die Reise jedenfalls überlebt und bin wieder gut in Kampala angekommen. Hier sind die Temperaturen auch wieder erträglich und nicht so heiß wie im Norden. Dafür gibt es auch wieder viele Autos, die man im Norden nur ab und zu gesehen hat. Die Reise begann am Freitag, dem 28.11. Martin und ich fuhren mit einer kleinen Reisegruppe in den Murchinson Falls Nationalpark. Die Tour hatten wir über das Red Chilli Hideway gebucht, das nur 3 Gehminuten von meinem Haus entfernt ist. In Masindi wurde ein Zwischenstopp zum Mittagessen eingelegt und am Nachmittag erreichten wir unser Ziel und wurden auf Safarizelte verteilt. Am nächsten Tag brachen wir noch vor dem Frühstück, aber mit Lunchpaketen bewaffnet, zum Gamedrive auf. Wir bestaunten die unberührte Landschaft des Parks und bekamen etliche Tiere zu Gesicht. Das Tierspektrum reichte von Antilopen und Giraffen bis zu Krokodilen. Außerdem gab es viele Nilpferde. (Wäre aber auch komisch gewesen wenn wir keine NILpferde im Nil gesehen hätten...). Am Nachmittag machten wir eine Bootsfahrt auf dem Nil und sahen noch mehr Nilpferde. Abends saßen Cecilia, Vera, Ben (2 Norwegerinnen und ein Neuseeländer) und ich noch ewig an der Bar und warteten auf um 12. Denn Ben hatte Geburtstag. Punkt 12 schaltete sich der Generator ab und wir sangen bei Kerzenlicht Geburtstagslieder in allen möglichen Sprachen bis plötzlich Hariett auftauchte. Hariett ist ein Nilpferd die sich als Territorium das Red Chilli Camp ausgesucht hat. Und so schlenderte sie im Dunkeln an uns vorbei und wenn ich den Arm ausgestreckt hätte, hätte ich sie wahrscheinlich sogar berühren können. Der nächste Tag begann mit einer Wanderung zu den Murchinson Falls. Auf dem Weg zurück nach Kampala ließ uns der Fahrer auf halber Strecke aussteigen, damit wir weiter (oder besser gesagt wieder zurück) nach Arua fahren konnten. Mit Motocar (Erklärung dazu im Ruandaartikel) und privatem Auto, das uns durch einen glücklich Zufall für den Preis, den wir auch im Bus bezahlt hätten, mitnahm, kamen wir nachmittags in Arua an. Wir bezogen ein Zimmer im Hotel Pacific (Nein, Uganda liegt nicht am Pazifik.) und hatten einen eifersüchtigen Hahn als Nachbarn. Er war eifersüchtig auf die Moscheen, die bereits vor ihm Krach machten. Und so beschloss er einfach schon zu krähen, bevor die Muezzine zum Gebet riefen... Dienstagmorgen nahmen wir den 6 Uhr-Bus nach Karuma und fuhren von dort nach einer Stunde Wartezeit (das Matatu musste erst voll werden) im Matatu nach Gulu weiter. Am Mittwoch reiste Martin um 7 mit dem Postbus zurück nach Kampala, weil er einen Termin hatte. Ich blieb stattdessen noch im Bett liegen und machte am Nachmittag einen Boda-Boda-Ausflug zum Baker’s Fort, das 30 km nördlich von Gulu liegt und über eine Schotterstraße zu erreichen ist. Mitten im Nirgendwo wartete ein Führer vor einer kleinen Hütte, der mir eine Stunde lang die Geschichte des Forts erklärte. Donnerstag nahm ich morgens den Bus nach Lira um Flavie zu besuchen. Sie holte mich vom Buspark ab und wir fuhren auf einem richtigen Boda-Boda („richtig“ bedeutet im dem Fall ein Fahrrad, also die Urform des Boda-Bodas, da es in Lira keine motorisierten Boda-Bodas gibt) zu ihr nach Hause. Sie zeigte mir Lira und stellte mich all ihren Freunden vor und am Freitag nahm sie mich mit auf Arbeit, wo ich ihr den ganzen Tag half Shea Butter in Dosen zu füllen und Etiketten darauf zu kleben. Später schauten wir zu wie Seife aus Sheaöl hergestellt wird – es war also ein sehr spannender und arbeitsreicher Tag. :) Samstag nahmen Flavie, Christin (eine kanadische Freundin von Flavie) und ich ein Matatu nach Kampala, was im Nachhinein eine schlechte Entscheidung war, weil die Fahrt sechs Stunden dauerte. Aber immerhin sind wir heil angekommen und das ist ja schließlich die Hauptsache. Flavie blieb bis Dienstag und wir teilten uns mein Bett. So musste Martin leider auf der Couch schlafen, aber das war ok. :) Sonntag hatte ich meine erste Erfahrung mit der ugandischen Polizei. Nach der Premiere von Jonas, die der Wahnsinn war, fuhr ich mit vollbeladenem Matatu in die Stadt. Lara wollte zur französischen Botschaft und da ich den Weg nicht genau wusste dirigierte sie mich durch Kampala. Leider war eine schlecht gekennzeichnete Einbahnstraße ohne Gegenverkehr dabei die weder ich noch einer meiner Mitfahrer gesehen hat. Und so wurde ich prompt von der Polizei angehalten. Da ich auch keinen Führerschein dabei hatte und nicht mit auf die Polizeiwache wollte, halfen mir 10 Euro Schmiergeld und die Sache war gegessen. Immerhin werde ich jetzt nie wieder vergessen, dass ich in die Straße nur von der anderen Seite fahren darf... Montag gingen Flavie, Martin und ich auf ein Konzert hinterm Theater um den letzten Abend (ich sehe Flavie nämlich nicht mehr bevor sie zurückfliegt) noch mal ordentlich zu feiern. Auf der Bühne stand die deutsche Band Jamaram, die ich vor einem Jahr schon mal in Chemnitz in der Mensa gesehen hatte. Als sich das Konzert dem Ende neigte traute ich meinen Augen kaum, denn ich traf Ruby – Ruby hatte ich vor 6 Jahren in England auf Sprachreise kennen gelernt und seit dem nie wieder gesehen oder gehört. Montag – die Nacht der Erinnerungen. ;) Donnerstag durfte ich das Examen von Gorett und Ruth beaufsichtigen. Komisches Gefühl, wenn man es gewohnt ist auf der anderen Seite zu sitzen... Am Abend wurde die UGCS endlich Goethe Zentrum und darum gab es eine dicke Party. Jamaram spielten wieder (aber zu diesem Anlass waren sie ja auch nach Uganda gereist) und es gab Grillwurst und Gulasch! :) Meine Freizeit verbringe ich in letzter Zeit mit großen Shoppingtouren, da ich immer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen habe...
[Randbemerkung: Das war mein letzter Blogeintrag aus Uganda. Es sind ja nur noch 8 Tage und wenn ich daran denke, dann bin ich jetzt schon ganz traurig. Die letzten 8 Tage erzähle ich dann wenn ich wieder zuhause bin. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an meine treuen Leser. :) Dann mach’s mal gut ugandisches Internet. Ich werde dich nicht vermissen!]
Sonntag, 7. Dezember 2008
Verkehrte Welt.
In Europa hat irgendein Idiot Solarien und die Dauerwelle eingeführt, während in Afrika Glättungseisen und Bleechingcreme die Oberhand gewinnen. Wozu also gesund und natürlich leben, wenn man sich mit viel Geld Haut und Haare zerstören kann? Jemand sollte mal das europäische Schönheitsideal mit dem afrikanischen vertauschen und den Menschen sagen, dass sie schön sind, wie sie sind. …dann würde zwar die Schönheitsindustrie ziemlich darunter leiden, aber die Welt wäre irgendwie ein bisschen besser…
Mittwoch, 26. November 2008
Full House.
Nachdem erlebnisreichen Ruandaaufenthalt ist die restliche Woche in Uganda nicht mehr so viel passiert. Und auch in der Woche danach nicht. Es war wie immer Uni und alle Studenten waren da, weil sich das Semester dem Ende neigt und bereits nächste Woche die Examen beginnen. Am Wochenende war der Alltagstrott jedoch vorbei, denn ich habe Besuch aus Deutschland bekommen und außerdem gibt es seit dem auch einen neuen Mitbewohner in unserem Haus. Martin ist am Samstag um zwei, mit nur einer halben Stunde Verspätung, müde und erschöpft in Entebbe gelandet. Ich habe ihn natürlich persönlich mit Iris’ Auto abgeholt. Nachdem ich mich in Kampala total verfahren hatte, habe ich den Rest der Strecke recht gut gefunden (es geht allerdings auch nur geradeaus, wenn man einmal aus Kampala raus ist…). Als wir wieder zuhause waren und alles ausgepackt hatten, gab es eine große Bescherung. Martin hatte ziemlich viele Spielsachen mitgebracht und diese dann im Wohnzimmer Amis und Saidi überreicht. Die Spielzeugautos stießen bei den Jungs auf große Begeisterung, während sich Mama und Papa mit Seifenblasen beschäftigten. Somit wurde Martin bei allen sofort ins Herz geschlossen. ;) Während im Wohnzimmer alle mit den Spielsachen beschäftigt waren, ließ Ali gerade sein Zimmer einräumen. Ali ist Libanese und könnte bis auf die zwei Nuancen dunklere Haut Guildo Horns Doppelgänger sein. Er ist Mitte dreißig und ziemlich ruhig (wobei ziemlich ruhig eigentlich untertrieben ist). Und das ist auch schon alles, was ich von ihm weiß. Da ich mich noch nie mit der libanesischen Kultur befasst habe hoffe ich einfach, dass wir gut miteinander auskommen…Sonntag haben Martin und ich einen Tagesausflug durch Kampala gemacht. Nachdem wir beim MTN-Marathon waren und Mareike und Elli das Ziel erreicht hatten, frühstückten wir im Good African Coffeeshop und besuchten danach Judith und Kaschi. Mittags trafen wir uns mit Mareike und Lara bei Elli und aßen beim Äthiopier in Old Kampala zu Mittag. Weil Lara und Mareike keine Lust zu laufen hatten, besuchten wir zu dritt Kampalas größte Moschee, die Gaddafi National Mosque. Elli und ich trugen zwar lange Hosen und hatten auch unsere Schultern bedeckt, doch so leicht ist es für Frauen nicht in eine Moschee gelassen zu werden… Wir bekamen Tücher und mussten unsere Hosen (Frauen tragen keine Hosen, sondern bodenlange Röcke) und unsere Haare einwickeln. Das sah nicht nur ziemlich bescheuert aus, sondern war auch irgendwie erniedrigend, wenn so eingehüllt neben Martin mit seinen ¾-Jeanshosen und dem kurzen Hemd stand… Als wir die Moschee barfuß betraten fragte ich mich immer wieder, wieso es eigentlich noch keine islamische Alice Schwarzer gibt… Die Führung durch die Moschee, die der Muezzin persönlich vornahm war ziemlich spannend. Wir durften sogar zusehen, wie er durch das Mikro zum Beten aufrief. Danach las er Elli und mir noch eine Geschichte aus dem Koran vor. Mahmood war super nett und bis jetzt auch der einzige Moslem der meinen Fuß lesen konnte (das hat ihn übrigens besonders beeindruckt…) :) . Am Montag war wieder Uni angesagt und am Abend National Theatre und Cascades. Da Dienstage ja meine freien Tage sind machte ich auch nichts. :) Mareike und Elli kamen zum frühstücken vorbei und später erfuhren wir, als wir bereits an der UGCS waren, dass Luganda ausfällt. Im Moment ist es übrigens so heiß, dass man es kaum aushält. Die Luft ist außerdem trocken und es regnet kaum noch. …also ist faul sein schon das Richtige, was man bei so einem Wetter machen kann. ;)
[Randbemerkung: Am Freitag um 8.30 verlasse ich mit Martin Kampala. Wir reisen nach Nordwestuganda und kommen am 06.12. zurück. Also gibt es nächste Woche keinen Eintrag… Dafür aber einen umso längeren wenn ich wieder da bin. ;)]
Freitag, 21. November 2008
MTN-Marathon.
MTN, offizieller Sponsor der Fußballweltmeisterschaft 2010 und mein aktueller Mobilfunknetzbetreiber, sponsert und veranstaltet noch viele andere Sachen. So findet diesen Sonntag zum Beispiel der MTN-Marathon, der durch ganz Kampala verläuft, statt. In sporadischen Abständen sieht man aus diesem Grund immer wieder Läufer am Straßenrand, die sich auf dieses Ereignis vorbereiten. Ich selbst habe ein Lauferlebnis hinter mir, dass mir voll und ganz ausgereichte: vor zwei Monaten kam ich nämlich auf die wahnwitzige Idee regelmäßig joggen zu gehen. So stand ich also um halb sieben auf und ging joggen – die Ismail Road entlang. Mein Ziel war eine halbe Stunde durchzuhalten. Nach nur fünfzehn Minuten hatte ich jedoch so viele Abgase des Berufsverkehrs, der sich jeden Morgen auf meiner Straße ins Unendliche staut, eingeatmet, dass meine Lunge schmerzte. So trat ich also den Rückweg an und beschloss mein Vorhaben regelmäßig joggen zu gehen an den Nagel zu hängen. Seit diesem Ereignis habe ich besonders großen Respekt vor den mutigen Kampala-Joggern und MTN-Marathonläufern und bemitleide ihre armen Lungen.
Donnerstag, 13. November 2008
Im Land ohne Plastiktüten.
Donnerstag, 6. November 2008
Obamaeuphorie.
Seit gestern denken alle Ugander, dass sie die Welt regieren. Das ist ziemlich witzig. Sie sind unglaublich stolz, dass ein Halb-Ostafrikaner Präsident geworden ist. In Kenia war heute sogar Nationalfeiertag deshalb. Aber ich kann die Afrikaner verstehen. Mir ging es ja nicht anders, als Angie an die Macht kam… Eine Frau wird Bundeskanzler - und dann auch noch aus dem Osten! Darum freue ich mich einfach mit ihnen. …und nebenbei bemerkt bringt die ganze Obama-Deko ein bisschen Abwechslung und ist tausendmal schöner als diese schreckliche Weihnachtsdeko die seit einer Weile alle Supermärkte schmückt…
Montag, 3. November 2008
Waragi.
Ich traute meinen Augen kaum als am Montag alle vier Studenten aus dem Literaturwissenschaftskurs pünktlich da waren (und mit pünktlich meine ich nicht die afrikanische Pünktlichkeit…)! Mit was auch immer William (der Koordinator für Deutsch) ihnen gedroht hat – es hat gewirkt. Dieses Anwesenheitserfolgserlebnis musste natürlich am Abend ordentlich begossen werden: mit Waragi-Cola zur Raggaeseassion vorm National Theatre und anschließend im Cascades. (…zum Glück habe ich dienstags frei…) Ein wenig verkatert erkundeten Judith und ich am Dienstag den Owino Market, Kampalas größten Markt für Textil- und Gebrauchsartikel. Der Markt ist so riesig, dass es unmöglich war den Ausgang zu finden, ohne nach dem Weg zu fragen… Völlig erschöpft von dem langen Fußmarsch durch die vielen kleinen Marktgassen gönnten wir uns in der Stadt erstmal ein Bier. Irgendwann bekam ich eine SMS in der stand, dass Jane leider keine Zeit habe und der Lugandakurs am Abend deshalb ausfalle. Passender hätte es nicht sein können! So konnte ich zum ersten Mal Jonas’ Stück (ich schreibe Stück, weil es schwer zu definieren ist. Irgendwas zwischen modernem afrikanischem Tanz, Ballett und Theater) komplett sehen. Da ich schon etliche Male bei den Proben war hatte ich große Erwartungen, die jedoch weit übertroffen wurden. Das Stück war der Wahnsinn! Ich freue mich schon auf die Premiere im Dezember.
Am Mittwoch sollte die feierliche Übergabe der Stipendienurkunden des DAAD an ugandische Studenten stattfinden. Und sie fand auch statt – mit einem einzigen von über sechzig geladenen Stipendiaten. Das war zwar sehr schade, wenn man an die Vorbereitung und Planung der Feier denkt, jedoch blieb eine Menge Essen übrig, das wir uns zum Trost liebevoll verpackt mitnehmen durften. Am Abend stand Kuchenbacken für Amis’ Geburtstag auf dem Programm: Erdnuss-Schoko- und Ananas-Bananen-Schoko-Kuchen mit vielen bunten Schokolinsen darauf. Nachdem ich am Donnerstag Judiths Stunde vertreten und Phonetikunterricht gegeben hatte, feierten wir zuhause Kindergeburtstag. Es gab die Kuchen, die ich gebacken hatte, heißen Kakao, jede Menge Luftballons und außerdem einen überglücklichen Amis und vier gut gelaunte, wenn auch sehr schüchterne, Partygäste. :)
Freitagnachmittag war wieder German Club und diesmal waren wir gut auf deutsche Musik vorbereitet. Wir hörten “Ein Kompliment” von den Sportfreunden und es wurde fleißig übersetzt, gelacht und natürlich gesungen. [Anmerkung: Katharina, diesmal kannst du dich nicht über die Musikauswahl beschweren!] Auf der Fahrt mit dem Boda nach Hause fiel Judith fast kreischend runter, weil sie sich so erschrocken hatte. Links neben uns erschien plötzlich ein anderes Boda auf dem ein Typ mit Scream-Maske saß. Das war aber glücklicherweise auch das einzige Halloween-Erlebnis an diesem Tag. :) Nach dieser anstrengenden Woche ließen wir uns im Steak-Out richtig volllaufen, was zur Folge hatte, dass ich Samstag bis Nachmittag meinen Rausch ausschlief. ;) Nach dem Frühstück wollte ich zu Judith zum Kaffeekränzchen, als Sylvia mit Saidi auf dem Arm in der Küche erschien und mir von ihrer Zahn-OP erzählte. Da Ramadan nicht da war nahm ich ihr Saidi ab, damit sie sich auch mal ein paar Stunden ausruhen konnte und fuhr babysittend zu Judith. Ich schaffte es fast wieder zu Hause zu sein, bevor Saidi die Schnauze voll hatte, weil er müde war und beschloss die restliche Autofahrt zu schreien… Sonntagmorgen kam Elli zum Frühstück vorbei. Wir wollten schwimmen gehen, doch es war ziemlich kalt und außerdem regnete es. So saßen wir bis zum Nachmittag auf der Veranda und gingen schließlich doch schwimmen. Bereits nach den ersten Bahnen bemerkte ich, dass ich einen ziemlichen Muskelkater im rechten Arm hatte. Saidi ist ganz schön schwer…
[Randbemerkung: EINEN GANZ DICKEN KUSS UND EIN RIESIGES DANKESCHÖN AN MUTTI UND VATI! (Näheres dazu wenn ich den 16.12. überlebt habe. :))]
Dienstag, 28. Oktober 2008
Literaturwissenschaftsdesinteresse.
Ich habe übrigens ein neues Hobby: backen. Zum Glück hat Amis am Donnerstag Geburtstag. ;)
Sonntag, 26. Oktober 2008
Surreale Welt.
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Geburtstag und was sonst noch passiert ist.
[An dieser Stelle noch mal vielen lieben Dank an alle für die lieben, zahlreichen Geburtstagswünsche!]
Da ich mittlerweile erschreckend zugenommen habe, beschlossen Elli und ich am Sonntag schwimmen zu gehen. Da es ziemlich nach Regen aussah, vergaß ich meine Sonnencreme. Am Schwimmbecken angekommen, verzogen sich alle Wolken und die Sonne schien den Rest des Tages. Das Wetter hier ist aber auch unberechenbar. Manchmal scheint die Sonne und plötzlich regnet es stundenlang und das nächste Mal ist es genau umgekehrt. Da ich mir an diesem Nachmittag einen ziemlichen schlimmen Sonnenbrand geholt habe, werde ich meine Sonnencreme garantiert nicht mehr vergessen, wenn ich schwimmen gehe, egal wie bewölkt der Himmel auch ist…
Dienstag, 14. Oktober 2008
Independence Day, Sipi Falls und Krankenhaus.
Den Independence Day verbrachte ich auf dem Sofa vorm Fernseher, da der Präsident live vom Kololo Airstrip übertragen wurde. Es waren Tausende von Menschen gekommen um die Reden vom Präsidenten und sämtlicher Minister sowie die Blaskapelle, die zwischendurch spielte, zu hören. Das war jedoch alles ziemlich langweilig und ich freute mich sehr über meine Entscheidung nicht hingefahren zu sein. Außerdem kann Saidi mittlerweile krabbeln und erreicht somit mühelos alle Gegenstände auf dem Boden und da Sylvia sehr damit beschäftigt war ein Feiertagsessen zu kochen, passte ich auf Saidi auf. Nachmittags fuhr ich zu Judith um den Wochenendtrip zu planen. In der Stadt war die Hölle los - Menschen wohin man blickte! Ich war froh, als ich endlich das Tor hinter mir schließen und mich mit Judith im Garten sonnen konnte. Am Abend, nach gelungener Planung und reichlichem Abendessen, fuhr ich satt und müde nach Hause. Dort wartete Sylvia mit einem riesigen Teller voll Reis und Hühnchen auf mich – Essen, dass sie mir vom Feiertagsessen aufgehoben hatte und ich unbedingt sofort probieren sollte. Als ich irgendwann im Bett lag war ich froh nicht geplatzt zu sein…:)
Freitagmorgen klingelte mein Wecker irgendwann als es noch nicht hell war. Ich packte meine Sachen, frühstückte und ging irgendwann vors Tor an die Straße um auf Robert, meinen Bodafahrer, zu warten. An diesem Morgen war es so kalt, dass man seinen eigenen Atem sehen konnte. Frierend wartete ich auf Robert. Und wartete, und wartete… Nachdem Robert 25 Minuten zu spät endlich doch kam, schaffte ich gerade noch so den Postbus, an dem Judith und Sabine bereits auf mich warteten. Fünf Minuten nach acht fuhr der Bus Richtung Mbale los. Wir bezahlten 12.000 Schilling für die siebenstündige Fahrt durch gesamt Ostuganda. Der Bus passierte das Mandela Stadium, den tropischen Regenwald “Mabira Forest”, weitflächige Reisfelder und Teeplantagen und wir überquerten den Nil. Die Aussicht aus dem Bus war so interessant, dass ich trotz großer Müdigkeit die ganze Zeit die Augen offen hielt. Der 36 km-Umweg über Bugiri und Tororo, den der Postbus fuhr um Postsäcke in den Poststationen im Osten abzugeben, wurde mit dem “Tororo Rock”, einem 1800 Meter hohen Felsblock mitten in der Landschaft, belohnt. Nach 322 Kilometern kamen wir schließlich in Mbara an. Da Flavie, die aus Lira anreiste, und Thomas, der zwar auch in Kampala wohnt, allerdings nicht frei bekommen hatte und somit später losfuhr, noch nicht da waren, nahmen wir zu Dritt ein Taxi nach Sipi ins “Crow’s Nest”, unserer Unterkunft, von der man einen wahnsinnig schönen Blick auf die Sipi Falls hat. Sipi selbst ist ein winzigkleiner Ort in 1170 Metern Höhe am Nordhang des Mount Elgon (4321 m). Auf Flavie und Thomas wartend, saßen wir auf der Veranda unseres Bungalows und gönnten uns zum Sonnenuntergang ein Nile. Als wir endlich zu Fünft waren aßen wir Abendbrot und fielen in unsere Doppelstockbetten. Der darauf folgende Samstag begann bereits um acht mit einem Frühstück, da uns Moses halb neun zu einer geführten Wanderung zu allen drei Wasserfällen abholte. Die Wanderung durch die bergige Landschaft dauerte insgesamt fünf Stunden. Höhepunkt der Wanderung war das Abseilen direkt neben dem untersten und höchsten Wasserfall, der 60 Meter in die Tiefe stürzt. Als wir nass und verschlammt Crow’s Nest erreichten wurden wir mit einer heißen Dusche belohnt. Danach sollte es zu einer Kaffeeplantage gehen, wo man den Kaffee bevor man ihn trinkt selbst rösten und mahlen kann. Jedoch wurden wir nach wenigen Metern von einem Regenschauer überrascht und fanden Unterschlupf in einer kleinen Bar. Da der Regen nicht aufhörte, wurde schnell klar, dass der Kaffee wohl ausfallen musste. Stattdessen kamen wir in den “Genuss” von “local beer”, das allerdings nicht viel mit Bier gemeinsam hat. Der Wirt servierte uns eine halbvolle Kanne mit vergorenem Mais-Matsch und goss diesen schließlich mit heißem Wasser auf. Als die Kanne geleert war hörte der Regen auf und wir nutzten die kurze Pause um in unser ‚Nest’ zurückzulaufen. Nachdem ich mit Judith den Sonnenuntergang von der Spitze unseres Hügels bestaunt hatte, ließen wir den Abend schließlich am Lagerfeuer ausklingen. Da Flavie den Sonnenuntergang und die unbeschreibliche Aussicht vom Hügel weit aufs Land und die Berge verschlafen hatte, stand ich mit ihr am nächsten Morgen halb sieben auf um den Hügel erneut zu besteigen und diesmal den Sonnenaufgang zu sehen. Danach packten wir unsere Sachen, frühstückten und wurden 8.45 Uhr von unserem Taxifahrer nach Mbale zurückgefahren. Da die Post sonntags nicht arbeitet, konnten wir nicht mit dem Postbus nach Kampala zurückfahren, sondern nahmen, nachdem wir uns von Flavie, die zurück nach Lira fuhr, verabschiedet hatten, einen Anderen. Dieser kam bereits nach viereinhalb Stunden in Kampala an. Zu Viert ließen wir das wahnsinnig schöne Wochenende in einem Cafè neben Shoprite ausklingen und nahmen dann jeder ein Boda-Boda nach Hause. Auf der Fahrt flog mir ein Insekt ins Auge und stach mir ins Augenlid. Als nach vier Stunden nicht nur mein Auge, sondern meine komplette Gesichtshälfte auf das Doppelte angeschwollen war, brachte Iris mich schließlich ins International Hospital Kampala. Dort bekam ich vier verschiedene Medikamente und wir fuhren wieder nach Hause. …und so schaffte es ein Insekt mir die letzten Stunden des zuvor so wunderbaren Wochenendes zu versauen…
[Randbemerkung: Montagmorgen konnte ich mein Auge immerhin schon wieder einen Zentimeter öffnen, traute mich jedoch weder in die Uni noch auf die Straße…
Randbemerkung 2: Mein süßer Schatz! Schade, dass ich mich nicht mehr von dir verabschieden konnte... Keine Katze der Welt wird dich je ersetzen können! 1000 Küsse in den Katzenhimmel!]
Montag, 6. Oktober 2008
Tag der deutschen Einheit und deutsche Braukunst in Uganda.
Am Samstag waren Iris, Martin (ein Rastafari-Freund von Iris), Jonas, Samuel (einer von Jonas’ Tänzern) und ich auf der Geburtstagsparty von Mr. Brown, einem ugandischen Raggae-DJ. Die Feier fand auf dem „Miami Beach“ am Viktoriasee statt. Der Strand war mehr eine große Wiese und hatte irgendwie Nordseeflair, dafür war der Blick auf den Viktoriasee bei Nacht unschlagbar! Es gab ein großes Lagerfeuer und es wurde getrommelt und Gitarre gespielt – bis es anfing zu regnen. Als Rückzugsmöglichkeit diente eine Strandbar. Irgendwann stand ein Ugander auf, die Musik ging aus und alle wurden still. Als ich gerade anfing mich zu wundern, was das alles soll, drehte er sich seiner Mzungu-Freundin zu und machte ihr einen Heiratsantrag. Sie war überglücklich und bejahte den Antrag sofort. Zuhause erzählte ich Sylvia die Geschichte und erwähnte dabei auch, dass die Mzungu-Freundin, im Gegensatz zu ihrem ugandischen Freund, ziemlich dick und auch nicht besonders hübsch war. Sie sagte mir, dass afrikanische Männer alle Mzungufrauen hübsch finden, egal wie sie aussehen. …da sieht man’s mal wieder: Geld macht sexy! :)
Übrigens hatten wir letzte Woche mal irgendwann Affen im Garten. Sie sind durch den ganzen Garten gerannt und auch auf dem Dach rumgeklettert. Laut meines Reiseführers waren es wohl grüne Meerkatzen. Ich fand die Affen sehr witzig und habe sie die ganze Zeit mit Saidi und Kaya beobachtet. Kaya war total aus dem Häuschen! Es war wohl das erste Mal in ihrem Leben, dass sie Affen begegnet ist. Irgendwann hat sie dann alle laut bellend vertrieben. Drei Tage später, als Iris den Fernseher für den aktuellen Monat bezahlt hatte, bekamen wir die Quittung für das „Affentheater“ – der Fernseher funktionierte nicht. Die Affen hatten beim Klettern irgendwas an der Satellitenschüssel zerstört. Also musste ein DSTV-Angestellter kommen und sie reparieren. Der Spaß hat dann 30.000 UgS gekostet – doofe Affen!
An der Uni ist letzte Woche nicht viel passiert, weil Montag kein einziger Student zum Unterricht erschien und Dienstag ein Feiertag (Idi-Day - Ende der Fastenzeit) war. Als Strafe für das allgemeine Schwänzen am Montag, und auch, weil es sowieso mal fällig war, erstellte ich einen Test zur Aufklärung. So bekommt man wenigstens mal ein Feedback, ob der Unterrichtsstoff über deutsche Epochen auch hängen geblieben ist. Außerdem hatte ich am Donnerstag meine erste Phonetikeinheit. Die Stunde ist ziemlich gut verlaufen und hat total Spaß gemacht. Und das nicht nur mir, sondern auch Emanuel und Robert!
Übrigens hat mir Jonas letztens beim Mittagessen den Unterschied zwischen den Deutschen und den Ugandern erzählt: „Die Deutschen existieren - Ugander leben.“ …mittlerweile kann ich das bestätigen…
Montag, 29. September 2008
Kirche, Kultur und Kuchen.
Nun also meine Erlebnisse der letzten Zeit: Ich bin Auto gefahren! Ja, das ist in Kampala wirklich ein Erlebnis! Erstens fahren die Autos alle auf der falschen Seite, was auch bedeutet, dass das Lenkrad rechts ist und man mit links schalten muss, und zweitens gibt es hier so eine merkwürdige Vorfahrtsregel: Wer hupt, hat Vorfahrt. …und da muss man sich erstmal dran gewöhnen. Positiv überrascht war ich allerdings von Iris’ Toyota Hiace (ja, Iris fährt ein Matatu), der sich, trotz seiner Größe, erstaunlich gut fährt.
Vorletzten Sonntag war ich mit Iris und Sylvia (Ramadan ist Moslem, darum ist er mit den Kindern zuhause geblieben) in der Kirche. Da es eine katholische Kirche war und ich bis jetzt erst einmal in meinem Leben an einem katholischen Gottesdienst teilgenommen habe, kann ich nicht so recht beurteilen, ob der Gottesdienst dem Europäischen stark ähnelt – toll war er auf jeden Fall. Der Pfarrer war ein Mzungu und es gab eine Art Gospelchor, der allerdings nicht vorn beim Altar stand, sondern ganz einfach auf den Bänken saß. Die Lieder waren in Englisch, Luganda, Acholi oder auch Suaheli, die Predigt wurde jedoch nur auf Englisch gehalten. Es gab keine Gesangsbücher, statt dessen eine Powerpoint-Präsentation mit den Liedtexten die mit einem Beamer an die Wand neben dem Altar projiziert wurde und es gab auch keine Orgel, sondern harfenähnliche Gitarren mit Hawaiiklang sowie Trommeln, die den Chor begleiteten. Quite amazing! Am Abend sind Iris, Judith, Sylvia, Amis und ich zu einer traditionellen afrikanischen Tanzshow ins Ndere Centre nach Ntinda gefahren. Frauen und Männer wackelten mit den Hüften, sprangen durch die Luft und tanzten ausgelassen zur Musik eines afrikanischen Orchesters. Der krönende Abschluss der Show war ein Tanz der Acholi, bei dem jede Tänzerin am Ende sechs Vasen auf ihrem Kopf balancierte.
Letzten Montag war Erics (Judiths und Sabines Mitbewohner) fünfundzwanzigster Geburtstag, darum gingen wir (Eric und alle seine Mitbewohner, die im Moment nicht verreist sind, Pete (ein ugandischer Freund von Eric), vier weitere Amerikanerinnen und ich) ins Efendys Abendbrot essen und Shisha rauchen. Das Essen war superlecker und ich war schon sehr satt, als zwei Amerikanerinnen eine Geburtstagsüberraschung für Eric – einen selbstgebackenen doppelten Schokoladenkuchen – herbeiholten. Man, war der lecker und man, was war das für eine Kalorienbombe! Da muss man sich wirklich nicht wundern, warum die meisten Amerikaner so aussehen, wie sie aussehen… Als ich später nachhause kam, wollten Iris und Martin gerade ins National Theatre zu einer Raggae-Jam-Session aufbrechen. Da ich Dienstag sowieso frei hatte ging ich mit. Als wir kurz nach elf ankamen war die Session bereits vorbei, dafür waren viele Freunde von Martin da. So traf ich Seba, ein Ugander, der nach der Vorstellung durch Martin plötzlich Deutsch mit mir sprach. Ich war verwirrt und gleichzeitig erfreut. Er erzählte mir, dass er mit siebzehn Jahren nach München gezogen ist, dort studiert hat und dann fast zwanzig Jahre lang als Taxifahrer gearbeitet hat. Seit fünf Jahren ist er wieder in Uganda und hat mit dem Geld, das er in Deutschland verdient hat, ein Weisenhaus in Kampala eröffnet. Ich mag es, Menschen zu treffen und ihre Geschichten zu hören…
Einen Tag später war ich wieder im National Theatre. Nachdem ich den ganzen Nachmittag mit Judith Unterricht vorbereitet hatte fuhren wir mit Sabine ins National Theatre. Diesmal war hatten die Musiker noch nicht mal angefangen zu spielen, denn diesmal waren wir pünktlich da. Das Konzert war sehr afrikanisch. Die Instrumente auf der Bühne waren ziemlich gemischt – sie reichten von Saxophon über Xylophon bis hin zu den verschiedensten Trommeln. Neben dem Sänger, der Moritz Bleibtreu bis auf die Hautfarbe zum verwechseln ähnlich sah, gab es noch drei Backgroundsängerinnen, die zwischendurch verschiedene Tänze vorführten. Da an dem Abend einer der Gäste Geburtstag hatte gab es Kuchen für alle. Montag Kuchen, Dienstag Kuchen - von Kuchen habe ich erstmal genug. :)
Das Wochenende begann dann schließlich am Freitag nach dem German Club, den ich allein leitete, da Judith mit Karsten (ein Freund von ihr aus Kiel) nach Murchison Falls verreisen wollte und Rashid erst 15 Minuten vor Schluss kam, mit der „Inauguration“ (Eröffnung/Einweihung) der UGCS (Ugandan German Cultural Society) und der Alliance Francaise in der Mackinnon Road. Seit kurzem teilen sich die beiden kulturellen Vertretungen von Deutschland und Frankreich ein Gebäude: wenigstens in Uganda klappt die deutsch-französische Verständigung ausgezeichnet! ;) Es gab ein reichhaltiges kulturelles Programm, sowie eine Kunstausstellung zu sehen. Überall auf dem Gelände standen Fackeln, die sich beim Konzert von Maurice Kirya nicht nur als schön, sondern auch als sehr nützlich erwiesen, da der Strom ausfiel. Nach einem Lied unplugged ging das Konzert mit Generator-Strom im Halbdunkeln weiter. Als das Konzert zu Ende war ging es auf Clubtour: Mateos, Club Silk, irgendwo zwischendurch was essen und anschließend Club Cascades. Da wir Jonas, einen stadtbekannten ugandischen Tänzer, Tanz- und Capoeiralehrer, dabei hatten, mussten wir in keinem einzigen Club Eintritt bezahlen. …und das war so ziemlich alles was passiert ist…
Ansonsten gibt es noch zu sagen, dass Kaya, dank guter Erziehung vom Iris und mir, stubenrein ist! Außerdem lerne ich gerade Luganda mit dem „Luganda – Englisch Phrasebook for Tourists“ von Margaret Nanfuka und den Aussprachetipps von Sylvia, da es oft sehr nützlich ist, wenn man die Sprache der Einheimischen spricht und sie sich außerdem wahnsinnig darüber freuen (und wenn man nur „weebale“ (= "danke" sagt). „Eier“ heißt übrigens „maggi“. Das Wort habe ich zwar noch nie benutzt, kann es mir aber dank deutscher Fernsehwerbung erstaunlich gut merken. ;)
Ach ja! Zwei Sachen muss ich auf jeden Fall noch erzählen: Ab dieser Woche gibt mir Herr Heusing eine Stunde seines Kurses „Grundstufe 3“ ab. Ich soll jeden Donnerstag mit Robert und Emanuel Phonetikunterricht machen. Darum wälze ich seit Tagen alle möglichen Phonetikbücher und höre mir die dazugehörigen Kassetten an. UND: ich habe, da ich mich in der Botschaft registriert und auch meine Emailadresse angegeben habe, eine Einladung, wie auch alle anderen deutschen Staatsbürger in Uganda, vom deutschen Botschafter bekommen! Diesen Freitag findet „anlässlich des 18 .Jahrestages der Deutschen Einheit“ eine Feier in der UGSC statt. Außerdem steht noch in der Einladung: „Wegen des erwarteten großen Andrangs ist der Empfang für Kinder unter 16 Jahren nicht geeignet. Nach dem offiziellen Teil beginnt für Tanzlustige eine Disco-Party.“ und „Bitte ein Ausweispapier mitbringen.“. Na das hört sich doch mal nach einer großen deutschen Party an! Ich warte gespannt auf Freitag und berichte nächste Woche wie es war. :)
Bis dahin! Weeraba (tschüß)!
[Randbemerkung: Da mein kulando-Fotospeicher voll ist, versuche ich mal mir einen flickr-Account anzulegen. Also wird es vielleicht bald wieder die passenden Fotos zum Text geben. Wenn alles klappt steht der Link dann rechts unten unter "Links"...]
Mittwoch, 17. September 2008
Meine erste Unterrichtsstunde und der Rest von letzter Woche.
Als meine beiden Studenten (2. Jahr Beginners) am Donnerstag endlich, nach fünfzehnminütiger Verspätung, ins Zimmer traten und meine Aufregung nicht größer hätte sein können, begann die Unterrichtsstunde mit einer Wiederholung der Konjugation der drei Verben. Als nächstes erklärte ich ihre unterschiedliche Verwendung. Dies dauerte ziemlich lange, aber es sollte schließlich auch verstanden werden... Die verbleibenden fünfzehn Minuten verbrachten Robert und Emanuel mit einer Übung, die ich erstellt hatte. Da dies jedoch länger dauerte als ich gedacht hatte und die beiden ja außerdem viel zu spät gekommen waren, gab ich ihnen die Übung schließlich als Hausaufgabe auf - und außerdem noch zwei andere Aufgaben. Ich habe ihnen versucht zu erklären, dass sie die Verwendung der Verben nur richtig lernen, wenn sie diese viel üben. Ich hoffe sehr, dass sie das verstehen und mich für den Berg an Hausaufgaben nicht hassen. :)
Am Freitag wurde ich morgens durch Benjamin und Martin (Freunde von Iris, die im Wohnzimmer übernachtet hatten), die sich im Wohnzimmer lautstark unterhielten, geweckt. Als ich mein Handy einschaltete, schrieb mir Judith um mir zu sagen, dass wir uns schon eher auf dem Wochenkunstmarkt treffen. Also aß ich mein Frühstück so schnell ich konnte, packte meine Sachen und wollte los, als Amis heulend in der Tür stand, weil er seine Eltern nicht finden konnte. Ich beruhigte ihn, setzte ihn vor den Fernseher, schaltete ein Kinderprogramm ein und verabschiedete mich von Benjamin, der am gleichen Tag nach Frankreich zurückflog. Nach nur zehn Minuten saß ich schließlich im Matatu (zu meinem Erstaunen sogar eins, dass in meine Richtung fuhr. …es passiert ziemlich selten, dass man beim ersten Mal das richtige Matatu erwischt.) und nach einer ewig langen Fahrt, weil wie immer Stau war, erreichte ich schließlich die Jinja Road und lief zum Markt. Nachdem Sabine, Judith und ich wahnsinnig schöne Sachen gekauft haben (ich kann an der Stelle nicht sagen, was ich gekauft habe, da einige Weihnachtsgeschenke darunter sind… :)) sind wir zu 1000 Cups, einem supergeilen Cafe im Stadtzentrum, gefahren um uns vom Bummeln zu erholen. ;) Später fand dann noch der Deutschclub statt. Dieses Mal konnte ich sogar teilnehmen und mir ging es gut. :) Der Plan für diese Sitzung war das Anschauen einer deutschen Serie. Judith hatte dafür von der ARD die erste Staffel „Berlin, Berlin“ bekommen. Da dies ein riesiger Erfolg war schauten wir sogar, auf Wunsch der Stundenten, zwei Folgen. Wir schauten die Serie, zum besseren Verständnis, mit Untertiteln für Hörgeschädigte. Da im Deutschclub einige Born-again-Christen sind (fragt mich nicht, was das genau ist. Ich weiß nur, dass sie sich für die einzig wahren Christen halten und ziemlich strenge Regeln haben, an die sie sich halten -> z.B. kein Sex vor der Ehe, kein Alkohol…) konnte ich mir bei jeder Liebesszene um dem darauf folgenden entsetzten Gesichtsausdruck der Born-agains ein Schmunzeln nicht verkneifen. Danach beschlossen Judith und ich mit dem Matatu zum Supermarkt zu fahren, Abendbrot einzukaufen, ein paar Sachen bei Judith abzuholen, mit dem Boda-Boda zu mir zu fahren um Abendbrot zu essen und anschließend im Latinoclub feiern zu gehen. Es kam jedoch anders. Als wir nach einer Ewigkeit immer noch kein Matatu gefunden hatten, dass in unsere Richtung fuhr bzw. noch Plätze frei hatte, nahmen wir ein Boda-Boda. Wir kamen 20.15 am Supermarkt an und dieser hatte bereits geschlossen. Also stiegen wir erneut aufs Boda und beschlossen unterwegs nur noch ein paar Bier zu kaufen, da Judith noch Brot und Käse zuhause hatte. Nach der Hälfte der Strecke sprangen wir allerdings vom Boda ab, da es zu regnen begonnen hatte, der Fahrer jedoch weiterhin um die Kurven raste, als wäre die Straße noch trocken. Da es den restlichen Abend regnete, übernachtete ich bei Judith, da Taxis ziemlich teuer sind.
Der Samstag begann mit einem Frühstück bei Judith. Danach fuhr ich nach Hause, da Iris und ich in Nsambia noch ein paar Möbel einkaufen wollten (ich hatte immer noch keinen Wäschekorb und mir fehlte außerdem ein Papierkorb). So verbrachten wir den Tag shoppend auf verschiedenen Märkten. Da es ein besonders heißer Tag war, wollte Iris am Nachmittag schwimmen gehen. Ich blieb zu Hause, da ich mich am Tag zuvor erkältet hatte und richtete unser Haus mit den neuen Möbeln und Teppichen ein. Am Abend verließ ich das Haus nur noch einmal um mit Sylvia Airtime für mein Handy zu kaufen, da meine Prapaidkarte leer war. Wir schlenderten zu einem der vielen kleinen Straßenläden direkt um die Ecke und ich hatte Saidi auf dem Arm, was eine Attraktion für alle Ugander, die wir unterwegs trafen, war: eine Uganderin, die mit einem Mzungu, der ein afrikanisches Baby auf dem Arm trägt, spazieren geht! Wow!
Da Iris sich am Samstag einen Tisch für ihr Zimmer in Nsambia anfertigen lassen hatte fuhren wir erneut einkaufen. Außerdem wollte Iris gern einen farbigen Stoff kaufen um die kahle weiße Wand in unserem Wohnzimmer zu verdecken. Wir fuhren durch die Stadt und kauften etliche Sachen ein. Der letzte Markt, den wir anfuhren um weiterhin nach Stoffen und außerdem nach Gemüse und einer Teekanne zu schauen war Nakawa Market. Als wir alles gekauft hatten und den Heimweg antraten entdeckte Iris an einem Metallverarbeitungsstand ein Hundebaby – und sie musste es haben! (Iris ist momentan ziemlich im Kaufrausch und das anscheinend nicht nur für Möbel und Pflanzen…) Also kauften wir Kaya, unsere noch nicht stubenreine Hundedame, für umgerechnet vier Euro. So endete die letzte Woche und nun ist auch die Geschlechterverteilung in unserem Haus ausgeglichen…
Dienstag, 9. September 2008
Studenten und Lebensmittelvergiftung.
Am Freitag fand die erste Sitzung des Deutschclubs statt. Dafür haben Rashid, der Leiter des Deutschclubs, Judith und ich bereits letzten Mittwoch besprochen, was wir für die nächsten zwölf Termine des Deutschclubs planen. Ich freute mich sehr auf meine erste offizielle Veranstaltung an der Universität und obwohl mir seit dem Aufstehen schlecht war, änderte dies nichts an meiner Vorfreude. Als ich jedoch am Campus ankam, war mir so schlecht, dass ich mich erst einmal ins Büro legen musste. Die Zeit, während der Deutschclub stattfand, verbrachte ich auf der Wiese vor dem Klassenzimmer, da ich mich im Minutentakt übergeben musste. Klasse! Die erste Veranstaltung meines Praktikums - und ich konnte nicht teilnehmen. Judith erzählte mir nachher, dass ich nicht viel verpasst habe und sie die Sitzung auch schon nach einer Stunde beendet hätten. Wir gingen daraufhin in der Guild Canteen Pommes essen und Cola trinken, die sich nachher jedoch, wie jede Nahrung, die ich an dem Tag zu mir genommen hatte, auf der Wiese wieder fand. So ist also eine Lebensmittelvergiftung - wenigstens bin ich diese Erfahrung reicher. …und wenn das nächste Mal vierundzwanzig Stunden lang der Strom ausfällt vergesse ich garantiert nicht mehr alle Lebensmittel aus dem Kühlschrank zu entsorgen um sie nicht mehr aus Versehen zu essen…
Dienstag, 2. September 2008
Stromausfall.
Stromausfälle sind in Kampala keine Seltenheit, wie ich bereits in der ersten Woche fast jeden Abend im Makerere University Guesthouse erfahren hatte - wer einen Konverter hat ist hier klar im Vorteil! Komisch, dachte ich, als ich meine Schuhe im Wohnzimmer auszog und froh war, dass in meinem Handy eine Lampe integriert ist, denn wir haben doch einen Konverter. Auf die Frage, warum dieser nicht funktioniere, antwortete Iris nur, dass er kaputt sei und sie weder wisse warum noch daran gedacht habe Kerzen zu kaufen. Na schön! Stromausfall, Konverterausfall, keine Kerzen und erst um acht. Ich borgte mir eine Kerze von Sylvia und beschloss den restlichen Abend im Kerzenschein zu lesen, bis mich Iris fragte, ob ich Lust hätte mit Benjamin zu einem Freund zu fahren um ein bisschen was zu trinken und zu quatschen. Als sie mir versprach den Heimweg nicht allzu spät anzutreten, willigte ich ein. Wir fuhren zu Jan, einem französischen Freund von Iris und Benjamin, der mit einer Uganderin verheiratet ist, zwei Kinder hat und in einem riesigen Haus in Muyenga wohnt, in dem es, wie nur in den seltensten Häusern in Kampala, die anscheinend einen Generator hatten, noch Strom gab. Die Fahrt nach Muyenga war abenteuerlich, da es auf dem letzten Stück keine befestigten Strassen gab und die Wege teilweise nur noch aus zwanzig Zentimeter hohem Matsch bestanden, da es vorher geregnet hatte. Den restlichen Abend verbrachten wir in ruhiger Runde in Jans Wohnzimmer und schauten BigBrother Africa, was nicht wirklich spannend war, aber wenigstens ein bisschen unterhaltsam.
Am nächsten Morgen war der Strom immer noch nicht zurückgekehrt. Im Hellen ist das ja nicht weiter schlimm, dachte ich mir beim aufstehen, bis ich unter der kalten Dusche stand. Zum Glück ist das Wasser aus der Leitung nicht so kalt wie man es aus Deutschland gewohnt ist, da es in einem schwarzen Kanister, der ein wenig durch die Sonne aufgewärmt wird, gespeichert ist. Als ich mir schließlich Frühstück machen wollte und den Kühlschrank öffnete, stellte ich erneut fest, das Strom leider doch nicht nur für warmes Wasser und Licht benötigt wird. Zum Glück haben wir wenigstens einen Gasherd…
Freitag, 29. August 2008
Endlich ein eigenes Zimmer.
Der Unterricht hat noch nicht begonnen, obwohl dies schon vor zwei Wochen geschehen sollte, dafür aber die Regenzeit, die eigentlich erst im September beginnt. Der Weg zum Internetcafe war daher sehr abenteuerlich, da es zehn Minuten nachdem ich das Haus verlassen hatte zu regnen begann. Mein erster richtiger Regenschauer in Kampala! Also öffnete ich meinen Schirm und rannte zu einem Matatu (Matatus sind Sammeltaxis, mit denen man sich hier recht billig fortbewegen kann) um zu fragen, ob es in Richtung Shoprite (ein riesiger Supermarkt in dem sich auch das Internetcafe der Uganda Telecom befindet) fährt (ich fragte deshalb, weil ich mir nicht sicher war, welches die richtige Richtung in die Stadt ist). Nach zehnminütiger Fahrt stellte ich fest, dass mich der Fahrer falsch verstanden hatte und ich in die falsche Richtung gefahren war. Wenigstens musste ich die Fahrt nicht zahlen und konnte im strömenden Regen ein Matatu auf der anderen Straßenseite erreichen. Meine Schuhe sind jetzt zwar nass, aber wenigstens bin ich am Ende da angekommen, wo ich ankommen wollte. Regenzeit ist abenteuerlich – Matatu fahren noch mehr.
(PS: Fotos vom Haus, Garten und Co folgen in den nächsten Tagen.)
Dienstag, 19. August 2008
In der Garage wohnen.
Apropos Fotos... Ihr müsst euch vorstellen, dass die Internetgeschwindigkeit hier mit der eines Modems vergleichbar ist... Und das daaaaauert. Habs heut mal versucht. Also werde ich demnächst ein paar Fotos auf Judiths Laptop verkleinern und dann versuche ich es noch mal, ihr Nervensägen! :)
Und jetzt schaue ich mir Lisas Blog auch endlich mal an, weil ich jetzt Zeit habe. :) Sorry Lisa, dass ich es nicht eher geschafft habe.Heut Abend koche ich zusammen mit Judith irgendwas mit Zucchini und Nudeln. Und morgen geht die Arbeit dann auch endlich mal los! ...hoffe ich.
Montag, 18. August 2008
Angekommen.
Die nächsten zwei Tage verbrachte ich mit dem Erkunden meiner neuen Heimat zu Fuß und fühlte mich, je länger der Fußmarsch dauerte, immer mehr wie ein Fremder. Die Menschen hier sind zwar alle sehr nett und nicht allzu aufdringlich, jedoch starren einen die meisten an, als ob man einer vom aussterben bedrohten Tierart angehört.
Freitag kam schließlich “weiße Verstärkung” aus Deutschland. Schon war meine, den gesamten Vormittag andauernde erfolglose Suche nach der Nanfumbambi Road, auf der sich vielleicht (wie ich zu dem Zeitpunkt noch dachte) mein zukünftiges Hostel befindet, vergessen. Nach einem leckeren Mittagessen mit Judith, der deutschen DAAD-Sprachassistentin aus Kiel, und Herrn Heusing in der Lugogo Mall, verbrachte ich den restlichen Tag in Judiths WG, in der neben ihr noch eine Franzosin, zwei Italiener, eine Belgierin (heißen die so?), ein Amerikaner und ein Ugander wohnen. Es gab selbstgekochtes Abendbrot und es wurde bis spät in die Nacht gequatscht, bis mich schließlich ein Taxi ins Bett brachte.
Samstag verbrachten Judith und ich bis es dunkel wurde den Tag bummelnd in Kampala.
Gestern schaute ich mir alle Hostels in Uninähe an, von denen eins schlimmer als das andere war. Sie waren zwar recht billig (die meisten um die 200 Euro für vier Monate), aber so sahen sie auch aus. Meist waren es außerdem Doppelzimmer. Ein einziges Hostel sagte mir sofort zu, war aber bereits ausgebucht. Am Abend gab es einen internationalen Grillabend in Judiths WG, in der ich auch in der Gästezimmergarage übernachtete.
Heute war ich mit Judith in der Lugogo Mall frühstücken und dann werde ich mir noch ein weiteres Zimmer anschauen. In das werde ich auch einziehen, egal wie es aussieht, denn das Guesthouse, in dem ich zur Zeit wohne, ist einfach zu teuer, außerdem hat es mir eine Deutsche im StudiVZ empfohlen, also kann es wohl nicht allzu schlimm sein. Am Abend werde ich mit Sarah, einer Amerikanerin, die auch in meinem Guesthouse wohnt, ein möbliertes Apartment in Judiths Nähe besichtigen. Vielleicht ist das ja total super und nicht allzu teuer und ich ziehe mit Sarah ein. Wer weiß.
Die Arbeit geht übrigens wahrscheinlich am Mittwoch los. Herr Heusing wusste das noch nicht so genau, weil noch nicht feststeht, wie viele zu unterrichtende Studenten es dieses Jahr überhaupt gibt. Mittwoch ist auf jeden Fall erstmal ein Treff im Büro und dann kann ich mir auch gleich mal das German Department anschauen.
Bis dahin heißt es: Freizeit genießen und endlich eine bezahlbare Bleibe finden!
Mittwoch, 6. August 2008
...noch 5 Tage.
Es sind noch fünf Tage bis zum Abflug.Eigentlich müsste ich so aufgeregt sein, dass ich tagsüber durch mein Zimmer springe und nachts kein Auge zu bekomme. Ist aber alles nicht so. Ich schlucke einfach brav meine Medikamente, wie es mir der Arzt verordnet hat, packe in aller Ruhe meine Sachen, die sich so in meinem Zimmer angesammelt haben und realisiere noch gar nicht, dass ich schon nächste Woche in den Flieger steige. Vielleicht bemerke ich morgen eine emotionale Veränderung, wenn ich mein Zimmer für immer abgebe, vielleicht ist die emotionale Veränderung, wenn es denn eine geben sollte, dann aber auch medizinisch bedingt, da ich gestern eine Hepatitis A-Impfung bekommen, meine zweite Cholera-Schluckimpfung eingenommen und mit der Malariaprophylaxe angefangen habe und wer weiß, wie sich das alles in meinem Körper verträgt... Vielleicht passiert aber auch gar nichts und ich merke erst im Flugzeug, dass es kein Zurück gibt. Auf jeden Fall möchte ich mich heut schon mal verabschieden.
Also: Machs gut, Chemnitz. Es war schön mit dir. ...und nicht traurig sein, wir sehen und ja im Januar wieder. ;)
